Über mich

Manche Entwicklungen im Leben fühlen sich so stimmig an, dass sie Menschen erahnen lassen, dass es vielleicht doch so etwas wie Schicksal, Vorsehung oder Karma gibt.

Für mich war der Weg aus der langjährigen Tanzerfahrung hinein in die Performancekunst genau so ein Übergang: natürlich, fließend und voller Faszination, die mich bis heute begleitet. 

Aus dieser Leidenschaft heraus entstand schließlich auch Kunterbernd.

Die Bühne selbst war dadurch nichts Neues mehr. Schnell wurde mir jedoch klar, dass es dabei um weit mehr geht, als kostümiert etwas darzustellen.

Es geht um menschliche Dynamiken, echte Emotionen und darum, kreative, lebendige Momente entstehen zu lassen, die Menschen erlauben, wenn manchmal auch nur für kurze Zeit, aus dem Alltag auszubrechen.
Je mehr es gelingt, Menschen wirklich mitzunehmen, desto tiefer können sie in eine kunterbunte, zauberhafte Welt eintauchen. Genau darin liegt für mich die Tiefe und Qualität von Performance.

Was mich an meiner Arbeit besonders begeistert, ist dieser Zauber, der entsteht, wenn wirkliche Begegnung möglich wird. Wenn Präsenz im Augenblick da ist und ehrliche Momente entstehen, zeigt sich oft auch etwas Unerwartetes. Genau diese Ehrlichkeit im Nicht-Perfekten berührt mich, weil sie in einer so stark auf Perfektion ausgerichteten Welt häufig verloren geht.

Ich glaube, dass durch echte Begegnung Seiten im Menschen wieder sichtbar werden können, die im Alltag oft verborgen bleiben: spielerische Leichtigkeit, Humor, Staunen oder einfach das Gefühl, wieder einmal von Herzen gelacht zu haben. Manchmal reicht schon ein kleiner unerwarteter Augenblick, damit ein grauer Tag plötzlich wieder bunter erscheint.
Mit Kunterbernd möchte ich deshalb ein Format schaffen, das Menschen nicht nur unterhält, sondern sie vielleicht auch ein Stück weit an die tieferen Ebenen des Menschseins erinnert. 

Und Humor ist dafür die schönste Grundlage, die ich kenne.